Vertrauen verspielt ?

Es sind schon verrückte Zeiten.Da gehen Patienten zu ihrem Arzt und sagen ihm, was er ihnen zu verschreiben hat.Ihre Krankheit haben sie gegoogelt, samt Symptomen und Behandlungsweise.Und was macht der Arzt ? Es gibt zwei Sorten von Ärzten. Die einen verschreiben wie gewünscht. Sie sind nett, die Patienten lieben sie. Die anderen wollen den Patienten untersuchen, ihm sogar vielleicht erklären, daß er sich leider fehldiagonostiziert hat und ihm etwas anderes verschreiben. Noch schlimmer aber sind die Ärzte, die dann auch noch behaupten, das beste Medikament sei frische Luft, Bewegung, ab und zu mal ein Apfel.Alles kostenlose Dinge. Sehr ärgerliche Dinge. Man kann sich weder über die Krankenkasse und deren Knauserigkeit beschweren, noch über wirkungslose Medikamente, für die man auch noch zuzahlen müßte. Es bleibt nur, sich über eigene Faulheit zu beschweren, weil man eben nie dazu kommt, an die frische Luft zu gehen oder sich mal zu bewegen.Aber wer hat schon Lust, sich kostenlos über sich selbst zu beklagen ? Das ist echt ne Spaßbremse. Wieso ich das erzähle ? Weil es den Juristen eigentlich auch nicht viel anders geht. Wer sich z.B. mit Vertragsgestaltung beschäftigt, wird regelmäßig auf Mandanten treffen, die zwar keine Ahnung von der rechtlichen Materie haben, aber genau wissen, wie der Vertrag formuliert werden muß.Es werden Schnipsel von Verträgen hereingereicht, die bei Bekannten und Verwandten abgestaubt wurden und es werden hilfreiche Hinweise aus Google kopiert und dem Anwalt auf den Schreibtisch gelegt. Ist das nicht nett ? Sollte man vielleicht auch künftig Rezepte mit ins Restaurant bringen und dem Koch vor der Bestellung in die Küche bringen lassen ? Und warum Da fragt sich natürlich, ob wir alle unsere Dienstleister für komplett unfähig halten oder uns selbst für allmächtig ...

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