Samenspender auf Unterhalt in Anspruch genommen

Der Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher weiblicher Paare und dessen Erfüllung durch eine Samenspende - durchaus ein gängiges Thema im Rahmen der Ausgestaltung moderner Familienformen.Allerdings: Das rechtliche Korsett, in das dieser Lebenssachverhalt hineingezwängt wird, will so gar nicht zu den Intentionen der Beteiligten passen. Das berichtete Ende letzten Monats erst wieder Spiegel-Online. Da haben wir zunächst das weiblich gleichgeschlechtliche Paar, das in erster Linie miteinander ein Kind möchte und hierfür lediglich biologische Hilfe, im Anschluss daran aber keinen Dritten im Bunde benötigt. Und dann haben wir den Samenspender, der von der Grundidee des Ganzen her lediglich am Anfang mittun und sich dann eigentlich aus dem Szenario verabschieden sollte.Und der sich häufig auch verabschieden will, das aber nicht so einfach kann, da sich aus seiner biologischen Vaterschaft auch rechtliche Verpflichtungen ergeben. Häufig werden zur Ausgestaltung derlei komplizierter rechtlicher Dreierbeziehungen zwischen den Beteiligten Vereinbarungen getroffen. Und - leider: Sie sind alle in weiten Teilen unwirksam. Denn die sich aus der der Tatsache einer biologischen Elternschaft ergebenden Konsequenzen sind dem kautelarjuristischem Zugriff weitgehend entzogen, da nicht abdingbar: Besteht die biologische Mutter auf Anerkennung der Vaterschaft, kann sich der Vater dem nicht entziehen, ohne ein entsprechendes gerichtliches Verfahren zu riskieren: Schließlich IST er der Vater. Sobald aber die Vaterschaft festgestellt ist, hat das weitreichende Konsequenzen. Der Mutter steht zunächst Mutterunterhalt nach § 1615 l BGB zu. Diesem Anspruch kann die Einwendung aus § 1579 Nr. 2 BGB entgegengehalten werden, wenn die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft der Mutter noch besteht. Ansonsten bliebe § 1579 Nr ...Zum vollständigen Artikel


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