Krümelmonster: die (so ungenau benannte) Cookie-Richtlinie

Es war einmal im Jahre 2009, da beschloss die EU, es sei an der Zeit, den Internetnutzer noch ein wenig mehr vor böswilligen Datensammlern zu schützen. Also beschloss sie eine Richtlinie (2009/136/EG). Mit dieser wurde eine weitere Richtlinie 2002/58/EG, die "Datenschutzrichtlinie für die elektronische Kommunikation" geändert. Und in deren Artikel 5 Absatz 3 sollte von nun an der folgende Wortlaut stehen:
"[Satz 1] Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Speicherung von Informationen oder der Zugriff auf Informationen, die bereits im Endgerät eines Teilnehmers oder Nutzers gespeichert sind, nur gestattet ist, wenn der betreffende Teilnehmer oder Nutzer auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen, die er gemäß der Richtlinie 95/46/EG u. a. über die Zwecke der Verarbeitung erhält, seine Einwilligung gegeben hat."
Aha. Moment, noch einmal lesen. Hm, also, da steht wohl drin, dass beispielsweise Cookies nur gespeichert und bereits gespeicherte Cookies nur abgerufen werden dürfen, wenn der Computer-/Handy-Nutzer dem zugestimmt hat. Das muss dann wohl dazu führen, dass bei fast jeder Internetseite zunächst ein ellenlanger Dialog kommt, in dem der Nutzer gesagt bekommt, welches Cookie jetzt gesetzt wird. Dann muss der Nutzer entscheiden, ob er das zulassen will oder nicht. Oder genügt es vielleicht, wenn der Nutzer sich ganz global - nämlich in seinen Browsereinstellungen - für oder gegen das Setzen von Cookies entschieden hat? Klar wird das aus dem oben zitierten Text nicht ...Zum vollständigen Artikel


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