Manchmal schützt Dummheit doch vor Strafe (und vor Schadensersatz): Finanzagent beim Phishing

"Naiv, aber gutgläubig" sei er gewesen, sagt das Gericht über den Rentner. Dieser war für eine ausländische Firma tätig geworden, hatte Zahlungen auf seinem Konto erhalten, hierfür Tankkarten gekauft und einen Teil des Geldes als Lohn erhalten. Das Geld - über 8.000,- Euro - stammte aus einem Phishing-Angriff auf ein anderes Konto bei der nun klagenden Bank. Der Rentner war also "Finanzagent". Das Gericht glaubte daran, dass er von all dem nichts wusste und glaubte, einer reellen Tätigkeit nachzugehen. Und das obwohl auf seinem Arbeitsvertrag eine ausländische Gesellschaft erschien; er die Homepage seines "Arbeitgebers" nicht darauf untersuchte, ob dieser auch tatsächlich die angegebenen geschäftlichen Aktivitäten vornahm; die an den Rentner gerichteten Schreiben von wechselnde E-Mail-Adressen mit verschiedenen Namen stammten, die nicht mit dem angeblichen Arbeitgeber identisch waren; sich die Tätigkeit des Rentners von E-Mail zu E-Mail verändert hat. Es sprach also schon eine ganze Menge dafür, dass an dem Job-Angebot etwas nicht stimmen konnte. Aber das Gericht sah das anders als die geschädigte Bank. Diese hatte dem Rentner vorgeworfen, er hätte Zweifel an der Seriösität des Angebots bekommen müssen,
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