Konkurrentenstreitigkeiten bei der Bundeswehr

Die Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung über die notwendige Beiladung sind gemäß § 23a Abs. 2 WBO im Wehrbeschwerdeverfahren jedenfalls bei Konkurrentenstreitigkeiten um die Besetzung militärischer Dienstposten entsprechend anzuwenden.

Nach der im gerichtlichen Antragsverfahren nach der Wehrbeschwerdeordnung gemäß § 23a Abs. 2 WBO entsprechend anwendbaren Vorschrift des § 65 Abs. 2 VwGO sind Dritte zum Verfahren beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverhältnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegenüber nur einheitlich ergehen kann. Diese Voraussetzungen liegen bei einem Konkurrentenstreit vor.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu Konkurrentenstreitigkeiten um die Besetzung militärischer Dienstposten konzentriert sich der Rechtsschutz des unterlegenen Bewerbers auf die Auswahlentscheidung des zuständigen Vorgesetzten bzw. der zuständigen personalbearbeitenden Stelle – hier die Entscheidung des Abteilungsleiters PSZ vom 29. März 2010 -, weil mit dieser Entscheidung – auch unter dem Blickwinkel einer möglichen Rechtsverletzung (§ 21 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 17 Abs. 1 Satz 1 WBO) – die maßgebliche Weichenstellung erfolgt. Mit den daran anschließenden Personalmaßnahmen, insbesondere der Versetzung des ausgewählten Bewerbers auf den betreffenden Dienstposten und der Ablehnung der Bewerbungen oder Anträge der unterlegenen Bewerber, werden, was die Konkurrenzsituation betrifft, keine eigenständigen Entscheidungen mehr getroffen, sondern lediglich die Konsequenzen aus der Auswahlentscheidung gezogen und diese umgesetzt; die Personalmaßnahmen “stehen” und “fallen” mit dem Bestand der Auswahlentscheidung ...

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