Insolvenzreform: “Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen”

Das Bundeskabinett hat eine (weitere) Reform des Insolvenzrechts (siehe Referentenentwurf) abgesegnet. Ein wesentlicher Punkt ist die Möglichkeit für Unternehmen, bei drohender Zahlungsunfähigkeit drei Monate lang unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters (nicht der Insolvenzverwalter) geschützt von Zwangsvollstreckungen einen Sanierungsplan aufzustellen. Es handelt sich um die Schaffung eines Rettungsschirms, unter den drei Monate lang Unternehmen schlüpfen können, um sich zum einen vor vollstreckenden Gläubigern zu schützen und zum anderen ein Sanierungskonzept zur Insolvenzvermeidung mit Unterstützung eines nahezu frei wählenden Beraters auszuarbeiten. Und das ist neu: die Figur Insolvenzverwalter soll zu diesem Stadium bewusst nicht auf das kriselnde Unternehmen angesetzt werden – auch nicht als vorläufiger Insolvenzverwalter.

Über die Probleme für Unternehmer und Gläubiger, die mit der Einsetzung von (vorläufigen) Insolvenzverwaltern und der damit verbundenen Fokussierung auf deren Vergütungsinteressen und Unterwerfung unter verbreitetem mangelnden (wirtschaftlichen) Sachverstand häufig verbunden sind, hatte ich ja bereits mehrfach berichtet: Das wirkt sich elementar auf das weitere Schicksal des Unternehmens und auch der (verbreitet mickrigen) Quoten für die Gläubiger aus.

Hier soll nun die aus dem amerikanischem Chapter 11 – die Ausrichtung auf die Sanierung und damit der Einräumung einer zweiten Chance statt der Überlassung eines Verwalters – bekannte Ausrichtung auf Gläubigerschutz im Interesse einer Sanierung – letztlich auch zugunsten der Gläubiger, die aktuell von Insolvenzverwaltern nach deren Abrechnung der teilweise nicht nachvollziehbaren Vergütungen mit durchschnittlich rund drei Prozent (!) bedacht werden ...

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