Die Falschberatung bei Mobiltelefonverträgen führt zu erheblichen Kosten

Mit der Einführung der sog. “Smartphones” ist jetzt nahezu alles möglich, auch das “surfen” im Internet. Nun möchte sicherlich nahezu jede(r) diese neue Funktion nutzen. Daß z.T. erhebliche Kosten entstehen können, wenn der Verbraucher die falsche Vertragsmodalität wählt, zeigt sich immer wieder. Aus diesem Grund ist die Beratung im Vorfeld sehr wichtig.

A. Das LG Münster hatte sich unter dem AZ 06 S 93/10 damit zu beschäftigen, welche Folgen eine Falschberatung haben kann.

Der Beklagte schloß mit der Mobilfunkanbieterin F am 02.12.2008 einen Vertrag über 42,50/Monat und bekam ferner ein sog. Smartphone zu 19,00€/Monat, mit welchem er im Internet surfen konnte. Er konnte dabei zwischen den folgenden Modalitäten wählen:

0,006 € / Kilobyte für Internet-Verbindungen und 0,02 € / Kilobyte für WAP-Verbindungen, einem Datenpaket von monatlich 150 MB zum Preis von 10,00 € und einem unbegrenzten Datenvolumen zum Preis von monatlich 25,00 €.

Der Beklagte hatte aber bisher keinerlei Erfahrungen hinsichtlich der Internetnutzung mittels Smartphones. Der Mitarbeiter der F riet ihm daher zur volumenabhängigen Abrechnung. So könne er anhand der ersten Rechnung sehen, welche Kosten auf ihn zukämen und danach könne dann ggf. immer noch wechseln.

Diesem Rat folgend wählte er die erste Variante und sufte in den folgenden Tagen:

09.12.2008 um 21:48:01 Uhr über 11,96 MB zum Preis von 245,00 € 09.12.2008 um 23:06:40 Uhr über 7,078 MB zum Preis von 144,96 € 10.12.2008, um 21.22:37 Uhr über 31,15 MB zum Preis von 637,94 €

Am 12.12.2008 wurde dann dem Beklagten die Simkarte gesperrt, weil inzwischen eine Forderung iHv. rund 1.000€ aufgelaufen waren.

Die Sperre wurde nicht aufgehoben und der Beklagte zahlte auch nicht die folgenden Rechnungen. Daraufhin kündigte F den Vertrag und verlangte Schadensersatz.

Das Amtsgericht verurteilte den Beklagten zur Zahlung ...

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