Brand im Carport

Kann ein Brand im Carport noch durch Betrieb eines Kraftfahrzeugs verursacht (und damit von der Kfz-Haftpflichtversicherung zu ersetzen) sein? Oder kann kaum mehr von Gefahren bei seinem Betrieb gesprochen werden, wenn ein Kraftfahrzeug abgestellt wurde?

Diese Frage zur Reichweite einer Kfz-Haftpflichtversicherung stellte sich jetzt dem Landgericht Coburg, das die Klage eines Caravanbesitzers gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer auf den Wiederbeschaffungswert von rund 6.500,00 Euro wegen des Brandes des versicherten Fahrzeugs abwies. Nach Auffassung des Landgerichts war ein Zusammenhang zwischen der Zerstörung des Wohnanhängers durch Brand und dem Betrieb des versicherten Kraftfahrzeugs nicht gegeben.

Der Kläger wollte vom Kfz-Haftpflichtversicherer des Pkws seines Vaters Entschädigung wegen der Zerstörung seines Wohnanhängers durch einen Brand. Der Pkw seines Vaters war nachmittags neben dem Wohnanhänger des Klägers abgestellt worden. Am gleichen Tag gegen 19.30 Uhr geriet der väterliche Pkw in Brand und der daneben stehende Wohnanhänger wurde vollkommen zerstört. Zwei Tage vor dem Brand war das Auto des Vaters erst beim TÜV gewesen. Mängel wurden dabei nicht festgestellt. Mittlerweile ist der ebenfalls völlig zerstörte Pkw entsorgt.

Nach Ansicht des Klägers hatte sich während der Fahrt am Pkw seines Vaters ein Schwelbrand entwickelt. Nach dem Abstellen sei es Stunden später infolge des Schwelbrands zu einem Auflodern der Flammen gekommen. Der Versicherer habe deshalb aus der Betriebsgefahr des Pkw für die Folgen des Brandes einzustehen ...

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