LG Itzehoe: Kontoinhaber haftet nicht unbedingt für Phishing-Attacke

Der Kontoinhaber haftet nicht zwingend für Phishing-Attacken. Dies gilt zumindest dann, wenn ihm aufgrund der äußeren Umstände und seiner persönlicher Erkenntnisfähigkeit nicht zwangsläufig bewusst werden muss, dass die getätigten Online-Verfügungen betrügerischer Art sind (LG Itzehoe, Urt. v. 04.11.2010 - Az.: 7 O 16/10).

Der Beklagte hatte zur Aufbesserung seiner Rente einen Arbeitsvertrag mit einer ihm unbekannten ausländischen Firma als Einkäufer unterzeichnet. Er stellte u.a. dafür sein Konto zur Verfügung. Wie sich später herausstellte, stammten die eingehenden Zahlungen aus Phishing-Attacken.

Das Gericht lehnte eine Rückzahlungspflicht des Beklagten ab.

Eine Verantwortlichkeit ergebe sich weder aus sittenwidriger Schädigung noch aus ungerechtfertigter Bereicherung ...

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