“Haben Sie eine Zigarette? Kämpfen Sie in Afghanistan?”

Tatort am Frankfurter Flughafen

So oder so ähnlich soll der mutmassliche Attentäter von Frankfurt sein erstes Opfer angesprochen haben. Er wollte sicher gehen, dass es sich bei einer Gruppe von Männern im Terminal 2, Halle E des Frankfurter Flughafens wirklich um GIs handelt. Denn nur einer der Männer trug Uniform: Der Fahrer des Busses, der die Gruppe abholen wollte. Die Soldaten kamen aus London Heathrow, mit dem Bus sollte es weiter nach Rammstein gehen und von dort wieder mit dem Flugzeug über Bischkek (Kirgisistan) weiter nach Afghanistan. All das wusste Arid U. offenbar nicht, er tötete die ersten amerikanischen Soldaten, die er am Flughafen traf. Es ist der erste tödliche Anschlag eines Islamisten in Deutschland.

Acht Schüsse gab er ab, dann klemmte eine Hülse in der Waffe, sechs weitere Patronen kamen nicht zum Einsatz. Auf einer Pressekonferenz heute Vormittag beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe zeigten sich die Ermittler überzeugt: Der Täter hätte weiter geschossen, versucht, noch mehr Soldaten zu töten. Als zweites Opfer starbg der Fahrer des Busses, zwei weitere Soldaten wurden schwerst verletzt.

Das potentielle fünfte Opfer, der Soldat, auf den der Schütze zielte und bei dem die Waffe nur “klick” machte, soll danach geistesgegenwärtig hinter ihm her gerannt sein – in die Halle E des Terminals 2 am Frankfurter Flughafen. “POLICE!! This is a terrorist” soll er gerufen haben – und so wurden zwei Beamte der Bundespolizei auf den Schützen aufmerksam, die ihn am oberen Ende einer Treppe überwältigen konnten. Für das Bundeskriminalamt ist dies übrigens ein Indiz dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Frankfurter Flughafen “immerhin so” seien, dass der Täter schnell gestellt werden konnte ...

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