BGH zum Restwert eines Fahrzeugs

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 15. Juni 2010 entschieden (Az.: VI ZR 232/09), dass der Versicherer des Unfallverursachers bei der Schadenregulierung berechtigt ist, den höheren Betrag in Ansatz zu bringen, wenn ein Geschädigter für sein verunfalltes Fahrzeug ohne besondere Anstrengungen einen Erlös erzielen kann, der den von einem Sachverständigen geschätzten Betrag übersteigt. In den bisherigen BGH-Entscheidungen ging es bei der Restwertthematik darum, dass der Versicherer des Unfallverursachers dem Geschädigten einen Weg aufzeigte, um für sein beschädigtes oder zerstörtes Fahrzeug einen deutlich höheren Restwert erzielen zu können als in dem Unfallgutachten angenommen. Von Ausnahmen abgesehen ist der Geschädigte regelmäßig dazu berechtigt, sein Auto zu dem von dem Sachverständigen ermittelten Restwert zu veräußern. In dem aktuell vom BGH entschiedenen Fall war die Sachlage anders. Der Geschädigte hatte hier einen Weg gefunden, für sein Unfallfahrzeug mehr Geld zu erhalten als ursprünglich gedacht. Der mit seinem Fahrzeug schuldlos in einen Unfall verwickelten Kläger hatte von seinem Vollkaskoversicherer von einer Internetrestwertbörse erfahren, bei welcher er seinen Pkw zu einem Preis von 10.700 Euro veräußern konnte. Der von ihm beauftragte Sachverständige hatte hingegen nur einen Restwert von 5.200 Euro ermittelt. Der Kläger verkaufte das Fahrzeug daher an einen Händler der Online-Börse ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK