Wacken 2008 - Danach ist man halt müde...oder auch nicht!

Wacken 2008 findet sich jetzt auch juristisch aufgearbeitet...durch das OLG Frankfurt. Schauen Sie mal hier. Hintergrund war ein Unfall:

"Das Landgericht ist im Urteil vom 08.06.2010 mit letztlich zutreffenden Erwägungen zu der Auffassung gelangt, dass eine dem Kläger gem. § 254 Abs. 1 BGB zurechenbare schuldhafte Selbstgefährdung, indem er sich .... für die Heimfahrt vom Wacken Open Air Music-Festival dem Zeugen als dem Fahrer anvertraute, nicht anzunehmen ist.... "....

....Einen objektiven Maßstab für ein „erhebliches Schlafdefizit“ gibt es nicht, die körperliche Kondition und das Schlafbedürfnis sind - wie allgemein bekannt - sehr unterschiedlich ausgeprägt. Der von der Berufung herangezogene Maßstab von neun Stunden durchgängigen Schlafs ist unrealistisch und wird von sehr vielen Menschen keinesfalls erreicht. Der Senat legt für die vom Kläger erkennbaren Umstände einerseits zugrunde, dass die Festivalteilnahme wegen der Lautstärke und zahlreichen Besucher, aber auch wegen des vom Zeugen 2 erwähnten „stundenlangen Herumstehens“ anstrengend war. Immerhin war aber ausweislich des Festivalprogramms in jeder Nacht eine Konzertpause ab 3.00 Uhr und eine Pause auch der Discomusik ab ca. 6.00 Uhr bis in den späten Vormittag vorgesehen ...

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