Banken und tausende Anleger betrogen?

Gut drei Stunden dauerte die Verlesung der 71-seitigen Anklageschrift, mehr passierte beim Auftakt des Betrugsprozesses gegen den Aschaffenburger Hedgefonds-Manager Helmut Kiener (51) vor der Wirtschaftsstrafkammer des Würzburger Landgerichts nicht. Sein Mandant werde sich zu einem späteren Zeitpunkt zu den Vorwürfen äußern, sagte Kieners Verteidiger Achim Groeppel (Frankfurt).

Die Staatsanwaltschaft legt Kiener zur Last, tausende Anleger und mehrere Banken mit einem betrügerischen Schneeball-System um insgesamt rund 345 Millionen Euro geschädigt zu haben. Die Anklage listet 35 Fälle des Betrugs, 86 Fälle der Urkundenfälschung und 5-fache Steuerhinterziehung auf. Der Fall gilt als größter Anlagebetrug dieser Art in Deutschland. 5,1 Millionen Euro Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer soll Kiener dem Finanzamt Aschaffenburg zwischen 2003 und 2007 vorenthalten haben. Das ist das geringste Problem des 51-Jährigen, wenn sich die Vorwürfe aus der Anklage nachweisen lassen: Alleine gut 4.900 Kleinanleger soll er von Anfang 2006 bis zu seiner Verhaftung am 28. Oktober 2009 mit falschen Versprechungen um rund 120 Millionen geschädigt haben ...

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