BGH: Großeltern sind im Sorgerechtsverfahren, auch wenn sie das Kind tatsächlich betreuen, nicht beschwerdeberechtigt

Ein Drama, wie es das Leben schreibt: Max ist nichtehelich geboren; zuerst sitzt der Vater mehrjährig hinter schwedischen Gardinen; dann stirbt die Mutter; Max wird von der Oma betreut. Irgendwann nach dem Tode der Mutter beantragt der Vater die elterliche Sorge und bekommt sie auch - wenn auch stark eingeschränkt. Die Oma legt dagegen Beschwerde ein - und bekommt gesagt, dass sie dazu kein Recht hat. Und das meint auch der BGH. Im Beschluss vom 02.02.2011, Az. XII ZB 241/09 stellt er sich auf den Standpunkt, dass Großeltern in Sorgerechtssachen kein grundsätzliches Beschwerderecht haben. Schon nach altem Recht habe der Gesetzgeber in § 57 Abs. 1 Nr. 8 FGG Verwandte und Verschwägerte von der Beschwerde in Familiensachen bewußt ausgenommen, um den Kreis der Beschwerdeberechtigten überschaubar zu halten und um die formelle Rechtskraft von Sorgerechtsentscheidungen nicht zu gefährden ( BT-Drucks. 13/11035 S. 26 f.). Großeltern seien daher nur beschwerdeberechtigt, wenn sie gem ...Zum vollständigen Artikel


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