Verzug: Höhe der Verzugszinsen

Ist der Schuldner im Verzug, stehen dem Gläubiger Verzugszinsen zu. Eine Einführung, wie Verzug entsteht, findet sich unter http://huebnerrecht.wordpress.com/2011/03/01/entstehung-verzug/

Im folgenden geht es darum, wie sich die Verzugszinsen berechnen, wenn der Gläubiger darauf Anspruch hat. Rechenbeispiele folgen in einem weiteren Beitrag.

Grundsätzliches zur Berechnung von Verzugszinsen

Der Verzugszinssatz beträgt grundsätzlich pro Jahr fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, § 288 Abs. 1 S. 2 BGB. Bei Rechtsgeschäften, an denen ein Verbraucher nicht beteiligt ist, beträgt der Zinssatz sogar acht Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, § 288 Abs. 2 BGB. Das gilt also nicht nur unter „echten“ Kaufleuten, sondern unter allen Unternehmern, also auch für Freiberufler (Ärzte, Anwälte…), sofern das Rechtsgeschäft den unternehmerischen Bereich betrifft. Bei Verbraucherdarlehensverträgen, die grundpfandrechtlich gesichert sind, beträgt der Verzugszinssatz 2,5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, § 497 Abs. 1 S. 2 BGB.

Für die Berechnung der Verzugszinsen ist seit dem 01.01.2002 der Basiszinssatz nach § 247 BGB anzuwenden. Seine Höhe wird jeweils zum 01. Januar und zum 01. Juli eines Jahres neu bestimmt. Er ist an die Stelle des Basiszinssatzes nach dem Diskont-Überleitungsgesetz (DÜG) getreten.

Warum muss das so kompliziert sein und sich regelmäßig ändern?

§ 288 BGB stellt über den Basiszinssatz eine Verbindung zum Marktzins her und macht die Zinshöhe daher variabel ...

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