“Rätselflug” wohl gelöst

Bordbuch der Unglücksmaschine

Ich komme auf das „Hubschrauber-Problem“ im Buback-Prozess zurück und habe zwiespältige Nachrichten: Der Pilot des Rettungshubschraubers scheint ermittelt, steht aber nicht mehr für eine Befragung zur Verfügung. Ein Kollege von damals hält die Landung am Tatort fliegerisch für möglich – aber auch für sehr unwahrscheinlich.

Wer flog am 07. April 1977 den Karlsruher Rettungshubschrauber „Baden-Württemberg 6“ (heute: Christoph 43)? Wie findet man einen Hubschrauber-Piloten nach fast 34 Jahren? Die Bundesanwaltschaft fand diese Frage bislang nicht sonderlich interessant – aber mich reizte die Herausforderung, die Widersprüche rund um die Landung eines Hubschraubers am Tatort aufzuklären.

Erster Ansprechpartner war natürlich die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF). Sie verfügt aber nach eigenen Angaben nicht mehr über Unterlagen aus dieser Zeit. Rein rechnerisch müsse der Pilot zudem schon pensioniert sein, erklärte die DRF, denn er soll nach der Erinnerung von Notarzt Dr. Renner vor seiner Zeit in Karlsruhe bereits acht Jahre bei der Bundeswehr gedient haben.

Mitarbeiter des Karlsruher Rettungsdienstes erinnern sich an insgesamt fünf Piloten aus den ersten Jahren der Karlsruher Station, die 1975 gegründet wurde. Drei von Ihnen haben sich nach meinen Recherchen 1977 tage- oder wochenweise abgewechselt. Und zwar die Piloten Trompeter, S. und K. „Pilot der ersten Stunde“ war Herr Trompeter. Doch er starb im Oktober 1977 bei einem tragischen Unglück: Als „Baden-Württemberg 6“ von einem Intensivtransport an die Uniklinik Heidelberg zurück nach Karlsruhe kam (ein schwerstkranker Patient wurde aus einem anderen Krankenhaus nach Heidelberg verlegt), herrschte in Karlsruhe schlechtes Wetter und kaum Sicht. Pilot Trompeter versuchte trotzdem, auf dem Landeplatz in Karlsruhe-Forchheim zu landen ...

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