“Praxis für medizinische Fußpflege”

Eine Werbeanzeige als “Praxis für medizinische Fußpflege” kann irreführend sein, wenn sie nicht von einem Podologen geführt wird.

In einem aktuell ein vom Oberlandesgericht Hamm entschiedenen Fall sind die Parteien – in unmittelbarer räumlicher Nähe – Mitbewerberinnen auf dem Dienstleistungsmarkt der Fußpflege. Die Klägerin ist Podologin, die Beklagte ist als Fußpflegerin tätig. Die beklagte Fußpflegerin schaltete in einer Zeitschrift eine mit ihrem Namen ergänzte Anzeige mit dem Inhalt: „Praxis für medizinische Fußpflege.“ Diese Werbung beanstandete die klagende Podologin als wettbewerbswidrig und erhielt vom Oberlandesgericht Recht:

Nachdem der Gesetzgeber seit einigen Jahren mit der Einführung des Podologengesetzes den Heilberuf geschützt und sich die Berufsbezeichnung etabliert hat, erwartet ein nicht unbedeutender Teil der angesprochenen Verkehrskreise, so das Oberlandesgericht Hamm in seiner Urteilsbegründung, bei der Bezeichnung „Praxis für medizinische Fußpflege“, dass die damit beworbene Behandlung durch einen Podologen, also einen medizinischen Fußpfleger erfolgt.

Da die Werbende nur Fußpflegerin, nicht aber medizinische Fußpflegerin sei, werde eine Fehlvorstellung hervorgerufen ...

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