Der (arbeitsrechtliche) Unterschied zwischen Kuss und Karnevalskuss

Worüber sich manche Leute so Gedanken machen müssen.

Gerade aus Düsseldorf zurückgekehrt, muss ich nicht nur feststellen, dass Kollege Michael Felser Mitglied eines Karnevalsvereins ist. Er muss sich zudem auch noch zu Fragen äußern, die mich früher nie bewegt haben und deren arbeitsrechtliche Tiefe ich bislang nicht ermessen konnte.

Also:

Offenbar darf im Karneval jeder jeden küssen. Auf den Mund. „Bützje“ soll das heißen. „Kollegen gegen deren Willen zu küssen, stellt allerdings auch zum Karneval eine sexuelle Belästigung dar…“ (Felser, Open Report, 26.2.2011).

Der Reporter hat dem Kollegen Felser vermutlich nicht richtig zugehört. Bislang jedenfalls dachte ich, dass es auch eine sexuelle Belästigung sein kann, wildfremde Menschen ohne deren Verlangen zu küssen, selbst, wenn sie keine Arbeitskollegen sein sollten. Die arbeitsrechtliche Komponente erscheint, sagen wir, also nicht gerade als dominant. Das Ganze ist eher ein Fall für Strafverteidigerinnen,wie z.B. die Hamburger Kollegin Braun. Nun, der Reporter, der den Kollegen Felser ausgefragt hatte, schlägt noch eine andere Kapriole. Denn das AGG zwingt angeblich dazu, dass man sich als Arbeitgeber hinter das Opfer stelle. Aber wieso Küsse eine Geschlechterdiskriminierung darstellen? Keine Ahnung. Geküsst wird doch in beide Richtungen, dachte ich immer ...

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