Strittige Berufsunfähigkeitsrente nach Berufswechsel

Die 2. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund hat mit Urteil vom 14.04.2010 entschieden (Az.: 2 O 501/07), dass es bei der Frage, ob eine Rente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu zahlen ist, immer auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in ihrer konkreten Ausgestaltung ankommt. Für den Tatbestand eines Berufswechsels reicht es nicht aus, nur ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. In seiner vorherigen Firma war der berufsunfähigkeitszusatzversichete Kläger alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer gewesen. Als sie Insolvenz angemeldet hatte, wurde er von einem anderen Unternehmen, bei dem sein Bruder Mitgesellschafter war, als Maurer-, Stahlbetonbau- und Innenausbaumeister/eingetragener Betriebsleiter eingestellt und sollte verantwortlich einen Subunternehmerauftrag betreuen. Die Ausführung dieser Arbeit wurde um ein einige Tage auf den ersten Arbeitstag des Klägers verschoben. Genau an diesem Tag hatte dieser auf dem Weg zum Kunden einen Unfall, als dessen Folge er für körperliche Arbeit zu 50 % berufsunfähig wurde. Sein Berufsunfähigkeitversicherer weigerte sich jedoch, ihm eine Berufsunfähigkeitsrente zu zahlen und verwies darauf, dass er bei seiner letzten Tätigkeit als Geschäftsführer lediglich mit kaufmännischen Aufgaben betraut gewesen sei. Der Kläger hielt dagegen, dass er bei seiner jetzigen Tätigkeit, die er am Tag des Unfalls angetreten hatte, vorwiegend körperlich arbeiten würde ...Zum vollständigen Artikel

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