BAC-Fondsskandal: Tausende Anleger bangen um 125 Millionen Euro

Mathias Nittel Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Tel.: 06221-915770 Die Krise um den US-Lebensversicherungsfonds �BAC Life Trust� von Berlin Atlantic Capital (BAC) spitzt sich immer weiter zu: Das zuständige Insolvenzgericht in der USA hat den Gläubigerschutz abgelehnt, nun droht das Fondsvermögen an die Gläubigerbank zu fallen. Geschlossene Fonds, die in gebrauchte US-amerikanische Lebensversicherungen investieren, wurden in den vergangenen Jahren gerne als vermeintlich sichere und hochrentable Kapitalanlage verkauft. Nun droht mehr als 8.000 Investoren solcher Fonds der Totalverlust. 175 Millionen US-Dollar, das sind umgerechnet rund 125 Millionen Euro, sind nach Expertenschätzungen im Feuer. Im Dezember letzten Jahres hatte die für die Policeninvestments zuständige US-Tochtergesellschaft der BAC-Fonds, die LTAP US, LLLP, beim Insolvenzgericht Gläubigerschutz beantragt, weil sich ihre finanzielle Situation drastisch verschlechtert habe. Im Zuge des Verfahrens wurden nun Details bekannt, die befürchten lassen, dass das Management die Lage schon seit längerem nicht mehr im Griff hatte. Bereits Mitte 2009 hatte nach einer Meldung des US-Branchendienstes �Dealflow Media� die amerikanische Bank Wells Fargo die Kreditlinie von LTAP um mehr als die Hälfte auf 225 Millionen US-Dollar gekürzt und die Zinsen von 2,75 auf 4,75 Prozent erhöht. Mit den Krediten sollten die Anlegergelder gehebelt und zusätzliche Policen erworben werden. Nun weigert sich die Bank offenbar, die Finanzierung weiterzuführen. Die für fällige Prämien der Versicherungspolicen erforderlichen Liquiditätsreserven seien schon vor dem Antrag auf Gläubigerschutz nicht mehr vorhanden gewesen, wirft das Geldinstitut dem Fondsmanagement vor. Wiederholt sei man in Vorleistung getreten, um LTAP die fristgerechte Zahlung fälliger Versicherungsprämien zu ermöglichen; zuletzt mit 1,5 Mio. US$ am Tag vor der Beantragung von Gläubigerschutz ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK