Die “Kölner Halbe” als Quell der Ruhe

Nachts ist es bekanntlich kälter als draußen. Ich weiß nicht, ob die Kölner Ordnungspolitiker aus ähnlichen Erknenntnisquellen schöpfen. Kreativ sind sie aber auf jeden Fall. Das belegt eindrucksvoll die neueste Fassung der Kölner Straßenordnung, mit der es ab März ernst wird.

Das bunte, womöglich sogar fahrende Volk auf ihren Straßen scheinen Kölner Politiker, wohl maßgeblich auf Druck der örtlichen Geschäftsleute, schon bisher vorwiegend als störend empfunden zu haben. Jedenfalls bestimmte die Straßenordnung:

Musiker oder Schauspieler müssen den Standort ihrer Darbietungen auf Straßen und Plätzen nach 20 Minuten so verändern, dass ihre Darbietungen am ursprünglichen Standort nicht mehr hörbar sind, mindestens aber 200 Meter weitergehen.

Es ist klar, dass selbst eine hochgerüstete Ordnungstruppe mit der Überwachung Probleme haben dürfte. Da wird es ordentlich Streit darüber gegeben haben, wie lange genau jemand schon seinen Hut oder die Spendendose auf dem Trottoir ausgebreitet hat, was 200 Meter sind und ob Mitarbeiter des Ordnungsamtes besonders feine Ohren haben. Einfache Opfer werden wohl nur Straßenmaler gewesen sein ...

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