Schadensersatz bei Fotoklau ggf. geringer als nach MFM-Tabelle

Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) veröffentlicht alle Jahre wieder die im Foto-Bereich üblichen Honorare (für 2011 gibt es z.B. bei mediafon eine Kurzübersicht). Diese Empfehlung wird gerne von Gerichten aufgenommen, wenn es darum geht, den Schadensersatz bei unberechtigter Nutzung von Bildern zu bestimmen. Dabei kann nach den Grundsätzen der so genannten "Lizenzanalogie" vorgegangen werden: Derjenige, der die Bildrechte verletzt, soll nicht besser dastehen, als wenn er mit dem Rechteinhaber eine Lizenz vereinbart hätte. Bei dieser Art der Berechnung der Schadenshöhe ist zu fragen, was vernünftige Vertragspartner als Vergütung für die vom Verletzer vorgenommenen Benutzungshandlungen vereinbart hätten - und das richtet sich z.B. nach den Empfehlungen der MFM. Aber nicht in jedem Fall: Das Landgericht Kassel hat mit Urteil vom 04.11.2010, Aktenzeichen 1 O 772/10, festgelegt, dass die MFM-Empfehlungen nicht herangezogen werden können, wenn der Rechteinhaber für die in Frage stehenden Bilder bereits eine andere, eigenständige Lizenzvereinbarung getroffen hatte - und das selbst dann, wenn diese wesentlich weniger lukrativ ausfällt. Im konkreten Fall hatte ein Fotograf für eine Firma drei Fotos angefertigt und diese zum Preis von je 150,- Euro lizenziert. Die Firma gab die Bilder an den dann Beklagten weiter, und dieser nutzte sie mehrere Jahre lang auf seiner Homepage ...Zum vollständigen Artikel


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