LG Frankfurt a.M.: Commerzbank haftet wegen Falschberatung beim Vertrieb von Lehman Brothers Global Champion Zertifikaten

Zertifikate von Lehman waren teilweise so trickreich gestaltet, dass nicht einmal die Bankberater alle Fallstricke und Tücken, Abgründe und Nebenbedingungen erfassen konnten. Dies zeigt ein Fall beim Landgericht Frankfurt in unserer Kanzlei. Dort wurde nun die Commerzbank verurteilt, einem Bankkunden Schadensersatz zu zahlen (Urteil vom 10.02.2011, Aktenzeichen: 2-19 O 88/10).

Konkret ging es um die Lehman Brothers Global Champion Zertifikate (WKN: A0MJHE). Gewettet wurde auf die Kursentwicklung der drei Aktienindizes EURO STOXX 50, Nikkei 225 und S & P 500. Was erst mal wie ein vernünftiger Risikomix aussieht, ist in Wahrheit eine Verdreifachung des Risikos. Nach den Zertifikatsbedingungen waren die Zertifikate nämlich nur dann zu 100% des Nennbetrages zurückzuzahlen, wenn während der Laufzeit keiner der drei Indizes eine Barriere von 60% unterschritt. Und dass es einen der drei Indizes erwischen würde, ist viel wahrscheinlicher, als dass nur ein einziger Index die Barriere unterschreitet. Das Zertifikat ist also ein Wolf im Schafspelz ...

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