Schwarz auf Polarweiß: Bei Werbung mit Testergebnissen muss die Fundstelle lesbar sein

Mit Testergebnissen für seine Produkte zu werben, fördert häufig den Verkauf - ein Testsiegel beispielsweise der Stiftung Warentest ist in den PR-Abteilungen entsprechend beliebt. Doch man kann auch in Schwierigkeiten geraten, wenn man bei der Werbung etwas falsch macht. Ein Fehler bei der Prospektewerbung für die Dispersionsfarbe "Polarweiß" führte jetzt zu einem gerichtlichen Nachspiel: Das Kammergericht Berlin beschäftigte sich in seinem Beschluss vom 11.02.2011, Aktenzeichen 5 W 17/11, damit, welche Anforderungen an die Lesbarkeit der Angaben über Testergebnisse zu stellen sei. In dem Prospekt befand sich Werbung für die Farbe, dabei auch Hinweise auf Testergebnisse der Zeitschriften "Öko-Test" und "selbst ist der Mann". Konkret:
"Die Angaben zu den Fundstellen der Testergebnisse sind in einer sehr viel kleineren Schrift gehalten als die Angaben zum Veranstalter des Tests und zum Testergebnis. Dabei sind die Angaben zu den Fundstellen der Testergebnisse so klein (in etwa 3-Punkt-Schrift) abgedruckt, dass sie - allenfalls - mit ganz erheblicher Konzentration und Mühe erkannt werden können. Die Buchstaben und Zahlen sind konturenschwach ausgebildet (dünne schwarze Buchstaben und Zahlen auf einem weißen/leicht grauen Hintergrund betreffend "Öko-Test", dünne weiße/leicht rötliche Buchstaben und Zahlen vor einem roten Hintergrund betreffend "selbst ist der Mann"). Sonstige, die Lesbarkeit fördernde Umstände sind (bis auf den Umstand, dass es sich um kurze Informationen handelt) nicht vorhanden. Das Schriftbild ist abschreckend. Der vorhandene Werbeplatz lässt ausreichend Raum für hinreichend große Angaben zu den Fundstellen ...
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