"Schöne Geschichten" zu ADONIS

So schön wie ADONIS sollte das neue österreichische digitale Behörden-Funknetz werden (oder zumindest sollte es so heißen). Dass das irgendwie nicht so recht geklappt hat, ist in den letzten paar Tagen wieder Thema mehrerer Medienberichte gewesen, insbesondere einer aktuellen profil-Geschichte, in der Ex-Innenminister und nun EU-Parlamentarier Ernst Strasser, "Lobbyist für eh alles" (c profil) Alfons Mensdorff-Pouilly, ein paar honorige Firmen, Briefkästen und nicht zuletzt das schöne Land Panama vorkommen (ich will das hier gar nicht näher nacherzählen, aber zur Ausgangs-Geschichte betreffend das Behörden-Funknetz verweise ich zB auch auf einen früheren profil-Artikel: Mensdorff-Pouillys Jagdgesellschaft: Das Behördenfunknetz des Innenministeriums). Heute berichtete die APA, und auf sie zurückgreifend etwa Presse und Standard, auch über die gerichtliche Streitigkeit zwischen "dem Innenministerium" und jenem Unternehmen, das ursprünglich die Ausschreibung gewonnen hatte. Bemerkenswert ist, dass sich die Medien offenbar nicht die Arbeit gemacht haben, näher zu recherchieren, wie viel die vorzeitige Vertragsauflösung mit mastertalk die Republik tatsächlich gekostet hat. In der Presse heißt es etwa: "Der Behördenfunk hat eine holprige Vergangenheit: Ursprünglich sollte Master Talk (Raiffeisen, Siemens, Wr.Stadtwerke, Verbund) zum Zug kommen, Strasser kündigte jedoch den Vertrag. Das soll die Republik in einer außergerichtlichen Einigung 18 Mio. Euro gekostet haben." Der Standard schreibt: "Der Vergleich zwischen Master Talk und dem Innenministerium soll den Steuerzahler 18 Mio. Euro gekostet haben, bestätigt wurde die Zahl aber nie." Tatsächlich wurden die 18 Mio Euro nie bestätigt - weil es nämlich wesentlich mehr war, wozu sich das Innenministerium in einem Vergleich durchringen musste: fast 30 Mio Euro (genau: 29,9 Mio Euro) wurden mastertalk am 22. September 2006 überwiesen ...Zum vollständigen Artikel

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