1. Zivilrecht Examensklausur Hessen Februar 2011 – Sachverhalt

Im Folgenden ein Gedächtnisprotokoll von der 1. Zivilrecht Examensklausur Februar 2011 aus Frankfurt, den einer unserer Leser netterweise zur Verfügung gestellt hat:

B lässt sich von U auf seinem Privatgrundstück einen Reitstall bauen. Nachdem der Stall fertig ist und auch von B abgenommen war, fordert der U die restlichen 10.000 Euro Restwerklohnzahlung. Der B schreibt dem U er wäre gerade knapp bei Kasse. Er müsse auch noch ein Pferd für seine Tochter kaufen. Er könne dem U aber direkt 5.000 Euro geben, wenn der U dafür auf die restliche Forderung verzichte. Er legt dem Brief einen korrekt ausgestellten Scheck über 5000 Euro bei, mit dem Hinweis, er erwarte keine explizite Zusage, er würde in dem Einlösen des Schecks die Annahme des Vorschlags sehen.

U ist empört. Er diktiert seiner Sekretärin ein Antwortschreiben, in dem er den Erlassvertrag ablehnt, er betrachte die 5.000 Euro als Anzahlung. Direkt nachdem er den Brief abgeschickt hat, löst er bei der Sparkasse den Scheck ein. Die 5.000 Euro werden seinem Konto gutgeschrieben.

B fährt zu einer Jährlingsauktion der Z e.V. nach Verden. Der Auktionator A, führt dort die Versteigerung der Pferde für die Z unter deren Bedingungen durch. u.a. unter Ausschluss “jeglicher Gewährleistung”. B erhält den Zuschlag für ein einjähriges Hengstfohlen für 20.000. Das Pferd soll gemäß der anerkannten Reitpferdeausbildung erst mit 3 Jahren angeritten werden und dann zu einem Dressurpferd ausgebildet werden. Nach dem Heimtransport stellt ein Tierarzt fest, dass das Fohlen einen Sehnenabriss hat ...

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