Wie kommt der Vertrag auf der Onlinehandelsplattform zustande

Immer noch besteht bei einigen Onlinehändlern die Unsicherheit, wann ein Vertrag zwischen diesen und dem Kunden geschlossen wird. Der Zeitpunkt des Vertragsschlusses hängt dabei vom verwendeten Onlinehandelsportal ab. Auf dem eigenen Onlinehandelsportal kommt der Vertrag erst mit ausdrücklicher Annahme der Willenserklärung des Käufers oder durch Zusendung der Ware zustande. Dagegen läuft der Vertragsschluss, beispielsweise bei eBay, anders ab. Dort gibt der Verkäufer schon mit dem Einstellen der Ware sein verbindliches Angebot ab, welches durch den Käufer angenommen wird. So kommt dann, wenn der Kunde die Option „Sofortkauf“ wählt oder bei Ende der Auktion der Höchstbietende ist, der Vertrag zustande. Diese unterschiedliche Art des Vertragsschlusses kann erhebliche Auswirkungen haben, wie der nachfolgende Fall zeigt.

1. Das Amtsgericht München hatte jetzt einen Fall zu beurteilen, bei dem die spätere Beklagte auf seinem Onlinehandelsportal ein Verpackungsgerät zum Preis von 129 Euro anbot. Der spätere Kläger, der dieses Angebot entdeckte, bestellte daraufhin in verschiedenen Bestellungen acht davon. Von der späteren Beklagten wurden daraufhin am Tag des Eingangs der Bestellungen Bestellbestätigungen versandt. Im Folgenden versandte die spätere Beklagte allerdings nicht die bestellten Verpackungsgeräte, sondern vielmehr die hierzu passenden Ersatzakkus. Als der spätere Kläger diese dann erhalten hatte, bestand dieser allerdings auf die Lieferung der Verpackungsmaschinen ...

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