LG Osnabrück: Das Haus der Anwälte

Was war passiert?In einem Ort im Gerichtsbezirk Münster mit wohl nur geringer Anwaltsdichte warb eine Kanzlei mit 2 Anwälten seit dem 30.11.2010 mit der Inschrift „Das Haus der Anwälte“ neben dem Eingang zum Gebäude der Kanzlei. Darunter befand sich ein Schild der Kanzlei. Zum 01.01.2011 sollte ein weiterer Rechtsanwalt in das Gebäude einziehen.

Die vor Ort größte Kanzlei mit 8 Anwälten störte sich an der Werbung mit „Das Haus der Anwälte“ und mahnte die Kollegen ab. In der Werbung liege die Behauptung einer Allein- oder Spitzenstellung, die tatsächlich nicht vorliege. Darüber hinaus werde durch das Wort „Haus“ die Vorstellung eines gewissen Umfangs des beworbenen Rechtsberatungsangebotes hervorgerufen, was ebenfalls nicht zutreffe. Daneben sei die Inschrift auch irreführend, weil durch sie die Vorstellung hervorgerufen werden könne, in dem Gebäude befinde sich die Standes- oder Interessensvertretung von Rechtsanwälten.

Die abgemahnten Anwälte verteidigten sich mit dem Argument, das Begriffe wie „Anwaltshaus“ und „Anwältehaus“ generell verbreitet seien. Es handele sich zudem bei der Inschrift auch nicht um Werbung, sondern um eine berufsbezogene Information.

Wie entschied das LG Osnabrück?Das LG Osnabrück (Urteil vom 22.12.2010 – Az ...

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