Filesharing: Landgericht Düsseldorf verurteilt Anschlussinhaber zu 300,- EUR Schadensersatz pro Musikstück

Filesharing: Landgericht Düsseldorf verurteilt Anschlussinhaber zu 300,- EUR Schadensersatz pro Musikstück Landgericht Düsseldorf, Urteil vom 09.02.2011, Az.: 12 O 68/10 Das Landgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 09.02.2011 (Az.: 12 O 68/10) entschieden, dass der Inhaber des Internetanschlusses 300,- EUR Schadensersatz pro Musikstück (als Lizenzkosten errechnet nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie) zahlen muß.

Das Landgericht Düsseldorf hat durchgegriffen und der Klage des Rechteinhabers voll stattgegeben. Im Vergleich zum Landgericht Hamburg, welches mit Urteil vom 08.10.2010 (Az.: 308 O 710/09) dem Rechteinhaber lediglich 15,- EUR Schadensersatz pro Musiktitel zugesprochen hat, eine krasse Abweichung. Von einer gefestigten Rechtsprechung kann daher nicht gesprochen werden! Beachten Sie auch den auf das genannte Urteil des LG Hamburg bezogenen Beitrag!

Sachverhalt:

Die Rechteinhaberin, eine der größten deutschen Tonträgerhersteller, begehrte mit ihrer Klage die Erstattung von Abmahnkosten sowie Schadensersatz wegen der unberechtigetn Zugänglichmachung verschiedener Musiktitel.

Die Klägerin hatte den Verstoß mittels eines Dienstleisters ermitteln lassen und stellte unter dem 18.052006 Strafantrag gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Kassel – dies geschah also noch vor der Möglichkeit, über die Zivilgerichtsbarkeit an den Klarnamen des Internetnutzers zu gelangen.

Hier hat der Rechteinhaber die Möglichkeit ein Auskunftsverfahren nach § 101 Abs. 9 UrhG durchzuführen – Gestattungsbeschluss; Bitte beachten hierzu auch die weiteren Beiträge im Hinblick auf das Beschwerderecht des Anschlussinhabers, dessen Verkehrsdaten zur Ermittlung des Internetanschlusses verwendet wurden ...

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