Diese Diskriminierung gibt Rätsel auf – die Inverse Diskriminierung

Alle Unklarheiten mögen am Text der Pressemitteilung des BAG liegen (im Verfahren vom 15. Februar 2011 – 9 AZR 584/09 – PM 14/11). Aber irgendwie haben wir den Eindruck, Teile des Antidiskriminierungsrechts gerieten außer Kontrolle.

Es gibt einen Tarifvertrag (kein Verbrechen). Scheidet ein (älterer) Arbeitnehmer aus, soll er nicht dem Arbeitslosengeld anheimfallen. Er/sie bekommt ein “Übergangsgeld”, bis er/sie Rente beziehen kann. Wo ist die Diskriminierung?

Nun: Rente können Frauen unter manchen Umständen erheblich früher als Männer bekommen. Manchmal ab dem 60. Lebensjahr. Das benachteiligt die Männer, ist aber Gesetzesrecht und verstößt (jedenfalls nach weit überwiegender und richtiger Meinung) weder gegen Art. 3 GG noch gegen Unionsrecht.

Geklagt hatte aber eine Frau. Hoppla?

Ja, denn sie fühlt sich diskriminiert. Schauen Sie mal: Wenn die Frau ein Mann wäre, dann könnte sie mit 63 (frühestens) in Rente gehen. Sie würde dann nach dem Tarifvertrag auch bis zum 63. Lebensjahr Übergangsgeld bekommen.

Groschen gefallen?

Bei mir noch nicht ...

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