C-Leg-Prothesen für Oberschenkelamputierte

Die Krankenkasse muss nach einem Urteil des Sozialgerichts Detmold für eine Oberschenkelamputierten auch eine C-Leg-Prothese im Wert von 25.000 € finanzieren, wenn der Amputierte von der Nutzung voraussichtlich profitieren wird.

Oberschenkelamputierte haben Anspruch auf eine technisch hochwertige prothetische Versorgung. Ob ein microprozessorgesteuertes hydraulisches Gelenk, mit dem ein variantenreiches Gehen wieder möglich sein kann, für einen Versicherten geeignet ist, muss aufgrund einer Prognose entschieden werden. Dabei ist der Aktivitätsgrad des Betroffenen sowie seine Fähigkeit zu berücksichtigen, die technischen Möglichkeiten beim Laufen umzusetzen.

Diese Vorgaben hat das Sozialgericht Detmold im Fall eines 54-jährigen Klägers bestätigt, der seit 30 Jahren mit einem Bremskniegelenk versorgt war. Die Krankenkasse konnte sich nicht darauf berufen, entschied das Sozialgericht Detmold, dass eine Verbesserung des Gehvermögens wegen der fehlenden Anpassungsfähigkeit unwahrscheinlich sei. Der aktive und bewegungsfreudige Kläger hat zwar auch bei einer vierwöchigen Probe mit dem teuren Gelenk nur geringfügig die technischen Möglichkeiten (alternierendes Treppensteigen, Entlastung der nichtamputierten Körperhälfte) umsetzen können ...

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