Keine Insolvenzanfechtung gegenüber Gesellschafter wegen Bürgschaft

Ich habe bereits darüber berichtet, dass in der Vergangenheit (auch nach der Rechtsprechung des BGH – als höchsten Zivilgerichts) unter dem Kapitel “Eigenkapitalersatz” in Fällen der sog. “Doppelbesicherung” einer darlehensgebenden Bank mit Gesellschaftssicherheit (z. B. Globalzession oder Grundpfandrecht betr. Gewerbeimmobilie) und zugleich Gesellschaftersicherheit (idR Bürgschaft eines Gesellschafters) weitreichende Ansprüche des Insolvenzverwalters gegen den aus der Bürgschaft durch Inanspruchnahme der Gesellschaftssicherheit resultierende “freiwerdenden” Gesellschafter resultierten.

Nun – erfreulicherweise sind aufgrund der Änderung/Erleichterung im Gesellschaftsrecht dank des MoMiG (zum 01.11.2008) sämtliche dieser Eigenkapitalersatz-Regeln abgeschafft worden; all die möglichen insolvenzspezifischen laufen seitdem ausschließlich unter der (geseztlich klar geregelten) Rubrik der Insolvenzanfechtung unter §§ 129 ff. InsO. Der Gesetzgeber wollte damit die ausufernde Rechtsprechung (sog. Rechtsprechungsregeln) auch zur Gesellschafterhaftung entwirren und auf eine gesetzlich klare Grundlage stellen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK