Darf der Arbeitgeber den Bewerber über soziale Netzwerke „ausspionieren“?

Mehrfach ist bereits vor dem allzu sorglosen Umgang mit den „neuen Medien“ gewarnt worden. Scheinbar harmlose Party-Bilder, die Jugendliche noch ebenso unbesorgt und unbedacht im Internet veröffentlichen, können später bei Stellenbewerbungen für unangenehme Überraschungen sorgen.

Gerade der Boom der sozialen Netzwerke mit den zahlreichen Bildergalerien, Verweisen, Interessengruppen und Foren dürfte dafür sorgen, daß zunehmend weniger Personen im Internet ein unbeschriebenes Blatt sein werden. Hinzu kommt der oftmals kritisierte mangelnde Datenschutz vieler sozialer Netzwerke.

Aber darf der Arbeitgeber überhaupt auf diese Weise Erkundigungen über Bewerber einziehen? Man mag hier zunächst „Ja“ rufen, schließlich sind es öffentlich zugängliche Informationen, die der Bewerber in aller Regel selbst veröffentlicht haben wird.

Doch der Gesetzgeber wurde auf den Plan gerufen und so liegt mittlerweile der „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes“ vor. Klingt gut, aber nicht überall, wo „gut“ draufsteht, ist auch „gut“ drin.

Nach § 32 Abs.1 BDSG-RE darf der Arbeitgeber zunächst nur gewisse Grunddaten wie Name, Anschrift und Telefonnummer erheben. Weiter darf er personenbezogene Daten erheben, soweit deren Kenntnis erforderlich ist, um die Eignung des Bewerbers festzustellen ...

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