"Ich steh' halt auf Jungs"

28 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern legt die Staatsanwaltschaft einem 25 Jahre alten Informatiker aus Birkenfeld zur Last, der im Prozess vor der Großen Jugendkammer des Würzburger Landgerichts keinen Hehl aus seinen homosexuellen pädophilen Neigungen machte: „Ich steh' halt auf Jungs. Ich war absolut davon überzeugt, dass dass meine Freunde sind. Und ich war glücklich, mit ihnen befreundet zu sein“, sagte der 25-Jährige über die 12- und 13-jährigen Knaben, die zu seinen Opfern wurden.

Er verstehe sich einfach gut mit Kindern, „wir haben die gleichen Interessen“, so der Angeklagte. Dazu gehört seiner Ansicht nach auch, sich in seiner Wohnung gemeinsam mit den Kindern Pornofilme anzuschauen und die Jungs dazu zu animieren, sich in seiner Gegenwart unter einer Decke selbst zu befriedigen. „Die haben ja auch zuhause im Internet Pornos angeschaut, das war für sie normal. Wir haben sie halt zusammen angeschaut“, sagte der 25-Jährige.

Ab 2008 war ein damals 12-jähriger Schüler regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche bei ihm zu Gast. In zwei Fällen hat er das Kind angefasst. „Es war alles freiwillig, ich habe nie jemanden gezwungen“, betonte der Angeklagte. Insgesamt listet die Anklage 28 Fälle mit 8 Buben unter 14 Jahren auf. Dies sei aber nur „die Spitze des Eisbergs“, der 25-Jährige habe auch mit weiteren Jungs Kontakt gehabt, die über 14 Jahre alt waren, betonte der Vorsitzende der Jugendkammer, Arno Heß. Noch im Kindesalter waren drei Knaben, die sich von dem Angeklagten jeweils 25 Euro dafür bezahlen ließen, sich vor ihm unter der Decke zu befriedigen ...

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