Die Zwangsheirat: Neuer Straftatbestand im StGB

Die Zwangsverheiratung wird in weiten Teilen der Welt praktiziert. Überwiegend in islamischen und hinduistischen Gesellschaften verbreitet, aber auch aus jesidischen, buddhistischen und christlichen Umfeldern sind Fälle bekannt geworden. Eine Zwangsehe ist eine Menschenrechtsverletzung, die nur in einem patriarchalischen Umfeld möglich ist. In einem solchen Umfeld werden Mädchen und Frauen benachteiligt und diskriminiert. Bisher gilt die Zwangsehe als schwere Nötigung gemäß § 240 I, IV S. 2 Nr.1 Alt. 2 StGB.

Der Entwurf zum neuen Zwangsehe - Bekämpfungsgesetz geht weiter: Zwangsverheiratung soll nun im StGB ein eigener Straftatbestand werden. Der Entwurf sieht vor, im StGB § 234 b einzuführen, der sich an die bisherigen Tatbestände der Nötigung, des Menschenhandels und der Verschleppung anlehnt und durch eine erhöhte Strafandrohung seinen Unwertgehalt kennzeichnet ...

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