AG München: Frist für Zusatz-Boni beginnt mit Einstellung ins Internet

Rechtsnorm: § 133 BGB

Mit Urteil vom 10.09.2010 (Az. 271 C 20092/10) hat das Amtsgericht München entschieden, dass es bei dem Versprechen der Zahlung eines Geldbetrages bei Verkauf innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf das Einstelldatum des Angebots ins Internet und nicht auf den Zeitpunkt des Aufrufs der Internetseite durch den Käufer ankommt. Andernfalls habe der Versprechende keine Möglichkeit einer hinreichenden Kontrolle. Entscheidend sei bei der Auslegung des Angebots der Empfängerhorizont.

Zum Sachverhalt:

Der Beklagte erwarb bei einem Autohaus einen VW Tiguan zum Preis von 39.000 Euro. Nach kurzer Zeit wollte er aber vom Vertrag Abstand nehmen und bot das Auto über die Plattform „www.mobile.de“ im März 2010 zum Verkauf an. Als Zusatzangebot notierte der Beklagte: „Bei Kauf innerhalb den ersten 3 Tage gibts noch 1.000 Euro in BAR von mir!“ Acht Tage später rief ein Interessent die Angebotsseite auf und schloss am Folgetag mit dem Autohaus einen Kaufvertrag über das Fahrzeug. In der Folge forderte er vom Beklagten die angebotene Prämie iHv 1.000 Euro ...

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