Volkach wird sein Hallenbad nicht los

Ihr eigenes Hallenbad mit seinem jährlichen Defizit von rund 300.000 Euro ist die Stadt Volkach nicht an den Landkreis losgeworden. Deshalb zog Bürgermeister Peter Kornell im Auftrag des Stadtrats vor das Würzburger Verwaltungsgericht, um wenigstens den Volkacher Anteil an der Kreisumlage, der in das Landkreis-Hallenbad in Dettelbach fließt, nicht mehr bezahlen zu müssen. Ohne Erfolg: Die 2.Kammer hat die Volkacher Klage gestern/am Mittwoch abgewiesen.

„Es frustriert mich, dass das Gericht unseren Argumenten nicht gefolgt ist“, sagte Kornell kurz nach Bekanntgabe des Urteils. Bei der Klage ging es um rund 14.000 Euro: Um diesen Betrag will Volkach seinen Anteil an der Kreisumlage für das Jahr 2010, insgesamt gut 3.028.000 Euro, reduziert haben. Die 14.000 Euro aus Volkach braucht der Kreis Kitzingen, um das Defizit des Dettelbacher Schwimmbads – im vergangenen Jahr rund 154.000 Euro – aufzufangen. „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, da müssen endlich saubere Regelungen her. Wir wollen wenigstens nur so viel bezahlen, wie der Landkreis für die Erfüllung seiner Aufgaben braucht“, sagte Kornell in der mündlichen Verhandlung. Und zu den Landkreis-Aufgaben gehört nach seiner Ansicht keinesfalls der Betrieb eines öffentlichen Hallenbades.

Höchstens das Schulschwimmen der Realschule Dettelbach, zu der die Schwimmhalle seit dem Bau vor über 40 Jahren gehört, dürfe vom Landkreis finanziert werden. Das sind derzeit 11 Schulstunden an drei Tagen oder rund 15 Prozent der Öffnungszeiten pro Woche. Andere Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit sollten nach Kornells Auffassung nicht auf Landkreis-Kosten in Dettelbach schwimmen dürfen. „Uns hilft auch keiner, das Schulschwimmen zu finanzieren“, klagte das Volkacher Stadtoberhaupt. Gerade weil der Kreis keine andere Einnahmequelle als die Kreisumlage habe, müsse er sich streng auf seine Aufgaben beschränken – in diesem Fall als Sachaufwandsträger der weiterführenden Schulen ...

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