KG Berlin: Gepixeltes Bild von Straftäter darf in Pressebericht veröffentlicht werden

Wird in der Presse über einen mutmaßlichen Straftäter berichtet, dessen angebliche Tat großes Aufsehen erregt hat, so darf dessen Foto in gepixelter Form auch ohne seine Einwilligung veröffentlicht werden (KG Berlin, Beschl. v. 17.09.2010 - Az.: 9 U 178/09).

Bei dem Kläger handelte es sich um den Wirt einer Kneipe, der in der Vergangenheit ein Wett-Trinken mit einem 16jährigen veranstaltet hatte. Dabei hatte der Wirt heimlich Wasser getrunken, dem Jungen aber gab er Alkohol. Aufgrund der immensen Menge Alkohols fiel der Junge ins Koma und verstarb. Diese Tat erregte deutschlandweit großes Aufsehen.

Während des Strafverfahrens wurde sitzungspolizeilich verboten, identifizierende Bilder des Straftäters anzufertigen. Die beklagte Zeitung berichtete über das Verfahren und veröffentlichte ein gepixeltes Bild des Klägers ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK