Wann ist die Werbeaussage hinsichtlich einer besonderen Energieeffizienz wettbewerbswidrig

Die Energieeffizienzklasse soll dem Verbraucher ermöglichen, zu beurteilen, ob ein bestimmtes Gerät viel oder wenig Strom verbraucht, wobei der Verbrauch bei verschiedenen Geräten stark voneinander abweichen kann. Deshalb soll mit einer bestimmten Bezeichnung und Klassifizierung der Vergleich erleichtert werden. Allerdings gibt es auch innerhalb einer bestimmten Gruppe Unterschiede beim Verbrauch. Diese Klassifizierungen werden zunehmend auch in der Werbung verwendet, um den angesprochenen Verkehrskreisen zu verdeutlichen, welch günstige Angebot diesem unterbreitet wird. Alternativ werden die Klassen auch umschrieben. Allerdings ist dabei zu beachten, dass eine solche Werbung schnell irreführend sein kann, wie der nachfolgende Fall verdeutlicht.

1. Das Landgericht Freiburg hatte jetzt einen Fall zu entscheiden, bei dem die Beklagte in ihrem Prospekt unter anderem Kühl- und Gefriergeräte mit der Aussage: „sehr sparsamer Energieverbrauch” bewarb. Dies kam der Verbraucherzentrale Hamburg zur Kenntnis, die daraufhin die Unterlassung dieser Werbeaussage mit der Begründung verlangte, dass diese Angabe irreführend sei, weil sich nach umfangreichen Test herausgestellt hatte, dass von insgesamt 543 Geräten 308 Geräte der Energieeffizienzklasse A+ zuzuordnen seien, zu der auch das beworbene Produkt zähle. Dabei sind fast 17 % aller auf dem Markt befindlichen Geräte deutlich sparsamer ...

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