Unwahre Snippets sind der Suchmaschine Google ihr Geschäftsmodell sein Tod

Wie Udo Vetter vor ein paar Tagen berichtete, hat das Kammergericht, das Oberlandesgericht Berlins im Beschlusswege (Kammergericht Berlin, Beschluss vom 03.11.2009, AZ: 9 W 196/09) der Suchmaschine Google bereits im Oktober 2009 verboten, den folgenden so genannten Snippet im Rahmen seiner Suchergebnisse zu veröffentlichen:

„Schowbusiness: Eklat – B. S. tritt unter Buhrufen ab … 6. März 2008 … Aber ein sichtlich verwirrter B. S. und ein besserwisserisches Publikum verwandelten den sprachkritischen Abend in ein …www…de/…/Eklat_B._S. _tritt_unter_Buhrufen_ab. html – Im Cache – Ähnlich“.

Dieses Suchergebnis warf die Suchmaschine Google bei der Eingabe der Suchworte “Bastian Sick” auf der ersten Seite aus. Der Link führte zu einem Artikel mit dem Titel “Eklat – Bastian Sick tritt unter Buhrufen ab”, einem nach einigem Lesen erkennbar satirischen aber ebenso erkennbar unlustigen Artikel in der Welt Online.

Der Autor von bekannten Werken wie der Zwiebelfisch-Kolumne oder der “Dativ”-Buchreihe griff mit seinem Verfügungsantrag vor dem Landgericht Berlin folgerichtig auch nicht den eigentlichen Artikel, sondern das von Google ausgeworfene Suchergebnis in Gestalt des oben sichtbaren “Snippets” an.

Nachdem das Landgericht Berlin dem Antrag nicht folgen wollte, erließ die nächste Instanz, das KG Berlin, dann aber die begehrte Eilverfügung. Das KG führt insoweit unter anderem aus:

“(…)Hiernach ist der objektive Sinngehalt des streitgegenständlichen Snippets, dass der Antragsteller am 6 ...

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  • Eklat - Bastian Sick tritt unter Buhrufen ab

    welt.de - 8 Leser - Gestern in Berlin: Eigentlich hätte auch diese Show seiner „Happy Aua"-Tournee ein Erfolg werden müssen. Aber ein sichtlich verwirrter Bastian Sick und ein besserwisserisches Publikum verwandelten den sprachkritischen Abend in ein unaussprechliches Desaster.

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