SPD-Fraktion für Nutzung von Open Source Software in der Bundesverwaltung

Die Nutzung sog. freier Software (“Open Source”) in Bundesbehörden ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der SPD-Fraktion (17/4567). Solche Software lebt i.d.R. von einer globalen Entwicklergemeinschaft, nach Ansicht der Fraktion “finden sich darunter viele kleine und mittelständische Unternehmen – gerade aus Europa und besonders aus Deutschland”. Investitionen in die Weiterentwicklung freier Software würden so “zu einer direkten Förderung der deutschen und europäischen Software-Industrie”.

Die Fraktion spricht sich klar für Freie Software aus und hat dazu einige sehr konkrete Fragen an die Bundesregierung. Deren Antworten die Public Sector Softwarelandschaft interessieren dürfte.

Freie Software sei “auch ein Standortfaktor für Europa und ein Markt für Dienstleistungen in Deutschland”.

Unter der damaligen rot-grünen Bundesregierung habe das Auswärtige Amt seit Anfang 2002 begonnen, die Rechner – auch in den einzelnen Botschaften – auf freie Software umzustellen. Dies beinhalte Betriebssystem, Büro- und Serversoftware sowie weitere Anwendungen. An der konkreten Umsetzung der Migration seien in der Regel kleine und mittlere IT-Unternehmen aus Deutschland beteiligt gewesen.

Nach einem Bericht des Magazins „heise online“ von 2007 sei das Auswärtige Amt seit der Umstellung auf freie Software das mit Abstand am wirtschaftlichsten handelnde Bundesministerium bei den IT-Kosten. So hätten im Jahr 2005 die IT-Ausgaben dort pro Kopf und Jahr bei nur 1.190 Euro gelegen. Andere Ministerien hätten dem Bericht zufolge dafür mindestens das Doppelte und teilweise bis zu 5.000 Euro ausgegeben.

Die SPD-Bundestagfraktion unter Dr. Frank-Walter Steinmeier fragt daher u.a.:

1. In welchen Ministerien oder weiteren Bundesbehörden wird freie Software aktuell genutzt?

2. Kann die Bundesregierung die genannten enormen Kosteneinsparungen des Auswärtigen Amtes (AA) aufgrund der Nutzung der freien Software bestätigen?

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