Akhil Reed Amar – America’s Constitution

Als ich vor einiger Zeit in New Haven, CT, zu Besuch war (die Stadt, die zu 90% der dort ansässigen Yale-University gehört), habe ich natürlich auch etwas im lokalen Universitätsbuchhandel herumgestöbert. Nachdem ich mich ein bisschen mit den anwesenden Studenten unterhalten habe, wurde ich zum Einstieg in amerikanisches Recht und Rechtsgeschichte auf das Werk “America’s Constitution – A Biography” von Akhil Reed Amar hingewiesen.

Im Urlaub habe ich endlich mal geschafft, reinzulesen. Und ich muss sagen, dass ich sowohl vom Stil als auch vom Inhalt begeistert bin.

I. Stil

Auch für Englisch-Anfänger ist das Buch mit seinen ca. 600 Seiten bewältigbar. Nur selten muss man Fachvokabeln nachschlagen, für mich als fortgeschrittenen Leser ist das Buch sogar fast ohne Nachschlagewerk schnell lesbar. Insgesamt hat Amar einen sehr blumigen Stil, der aber nicht über die Stränge schlägt, sondern vielen geschichtlichen Fakten oder verfassungsrechtlichen Argumentionen ein ganz eigenes Leben einhaucht. Und gerade auch das macht es für den deutschen Leser so interessant – in einer neuen Materie und in einer fremden Sprache macht das Lesen so viel mehr Spaß und wird nicht zur zähen Lehrlektüre. Unterteilt in 12 Kapitel und einiges an Zusatzmaterial (u.a. der Abdruck der kompletten Verfassung der USA) ist es schon recht umfangreich, aber sehr klar strukturiert, die vielen Abschnitte innerhalb der Kapitel machen es gerade für einen fremdsprachlichen Leser leicht, sich quasi Ziele beim Lesen zu setzen, nach Bewältigung eines Abschnitts kurz zu pausieren und ggf. die gewonnenen Erkenntnisse zu verschriftlichen. Fußnoten sind leider erst am Ende aufgeführt, d.h. man muss immer 400 Seiten vorblättern – find ich eine ungünstige Lösung, aber es ist durch die gute Aufbereitung des Inhalts nicht tragisch.

II ...

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