Kriminologische Argumentation zur Effizienz der Vorratsdatenspeicherung - wie?

Ich habe hier im Blog vergangene Woche eine Studie des AK Vorratsdatenspeicherung kritisiert, die anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) belegen sollte, dass die Vorratsdatenspeicherung (VDS) ungeeignet ist. Vertreter des AK VDS meinen, eine VDS sei nur dann legitim, wenn die Deliktszahl dadurch signifikant gesenkt werde oder die Aufklärungsquote signifikant erhöht. Ersteres ist - weil es sich um Anzeigestatistik handelt - anhand der PKS schlicht nicht nachvollziehbar. Zudem wird auch die Anzahl der tatsächlichen Delikte (insgesamt) kaum von der VDS beeinflusst, sondern von vielen anderen Faktoren (zB Altersstruktur und sozio-ökonomischer Status der Bevölkerung, allg. wirtschaftliche Entwicklung, technische Ausstattung mit Kommunikationsmitteln und Kriminalprävention etc.). Auch die Aufklärungsquote hängt von so vielen weiteren Faktoren ab, dass man daran die VDS nicht festmachen kann. Mein Einwand war und ist, dass die PKS als Instrument weder die Effizienz noch die Ineffizienz der VDS belegen kann. Das hängt damit zusammen, dass für diese Beurteilung wichtige Fakten gar nicht in der PKS enthalten sind, weil die PKS zu einem ganz anderen Zweck erstellt wird und ihre Erhebungsbedingungen denkbar ungeeignet sind, um die VDS zu beurteilen.

Nun hat der AK VDS mich aufgefordert, Stellung dazu zu nehmen, wie denn zuverlässig(er) eine Effizienzkontrolle durch die Kriminologie erbracht werden könnte ...

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