Haftbefehle gegen Abofallen-Betreiber vollstreckt!

Endlich scheint sich auch strafrechtlich etwas zu tun bei den Abo-Fallen. Nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt vor Kurzem erst die Einordnung derartiger Geschäftspraktiken als gewerbsmäßigen Betrug für möglich erklärt hatte (Beschluss vom 17.12.2010, Aktenzeichen: 1 Ws 29/09, ich hatte berichtet), kommt heute die nachfolgende Pressemeldung der Polizei Hamburg:
"Gewerbsmäßiger Betrug - Staatsanwaltschaft und LKA vollstrecken Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse Hamburg (ots) - Tatzeit: ab Ende 2008 Tatorte: Hamburg und Niedersachsen Beamte des Landeskriminalamtes für Computerkriminalität und Urheberrechtsverletzungen (LKA 54) haben zusammen mit der Staatsanwaltschaft Hamburg zwei Haftbefehle und ingesamt 70 Beschlüsse vollstreckt. Den beiden 27- und 30-jährigen Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, mehrere tausend Geschädigte durch sogenannte "Abo-Fallen" betrogen und einen Gesamtschaden von fast 5 Millionen Euro verursacht zu haben. Seit Mitte 2009 erstatteten mehrere tausend Geschädigte in Deutschland Strafanzeigen bei den jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften, da sie Rechnungen von 60 bis 80 Euro für angeblich von ihnen abgeschlossene, kostenpflichtige Abo-Verträge erhalten hatten. Den Anzeigenden wurden zum großen Teil auch Inkassoaufforderungen zugestellt. Für die Einstellung der Abo-Seiten im Internet war ein Geflecht aus neun arbeitsteilig agierenden Unternehmen verantwortlich. Diese Firmen hatten ihren Sitz in Hamburg und Lüneburg (Niedersachsen) ...
Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK