"Allerletzte Chance" für vorbestraften Ex-Anwalt

Eine „allerletzte Chance“ hat das Würzburger Amtsgericht einem vorbestraften ehemaligen Würzburger Rechtsanwalt gegeben, der wegen Besitzes von mehreren tausend kinderpornografischen Dateien auf der Anklagebank saß. Nach einer Absprache zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht wurde der 39-Jährige zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Das Schöffengericht setzte die Strafe gegen den Antrag der Staatsanwaltschaft noch einmal zur Bewährung aus, damit der Angeklagte „sein Leben so ordnen kann, dass er in Zukunft ein straffreies Leben führen kann“, sagte der Vorsitzende Richter.

Die kinderpornografischen Bilder und Filme hat der Ex-Anwalt, der zu Studienzeiten mit einer Rache-Homepage im Internet bekannt wurde und sogar in Talkshows auftrat, zwischen 2000 und 2003 aus dem Internet auf seinem Rechner geladen. „Ich habe vor 7 Jahren Blödsinn gemacht und war zu faul, den Blödsinn wieder zu löschen“, so der 39-Jährige. Strafrechtlich in Erscheinung getreten ist er bereits wegen Auto-Aufbrüchen im gleichen Zeitraum, exhibitionistischer Handlungen und zuletzt zu einem Jahr Freiheitsstrafe wegen „versuchter Anstiftung zur Falschaussage“ einer 16-jährigen Zeugin in einem Strafprozess im Jahr 2009 (wir berichteten).

Diese Strafe hat er – inklusive langer Untersuchungshaft – fast komplett abgesessen ...

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