"Räuber von Röttingen" bekommt eine Bewährungschance

Zwei Jahre Jugendstrafe mit Bewährung wegen schwerer räuberischer Erpressung – so lautete das Urteil des Würzburger Jugendschöffengerichts im Fall eines 19-Jährigen, der im vergangenen Oktober als der „wohl dümmste Bankräuber Deutschlands“ bundesweit Schlagzeilen machte. Erwischt wurde er, weil er als „Räuber von Röttingen“ spöttische E-Mails an Journalisten und die Polizei schickte. Die Ermittler machten den Computer ausfindig und verhafteten den Heranwachsenden auf St. Pauli.

Überforderung am Arbeitsplatz hat den angehenden Kaufmann nach eigener Aussage dazu gebracht, am 10. August 2010 einfach abzuhauen. Er stieg am Morgen ins Auto und fuhr von seinem Heimatort Mulfingen im baden-württembergischen Hohenlohe-Kreis einfach los. Und weil er sich schnell bewusst wurde, dass er ohne Geld nicht weit kommen würde, stoppte er im knapp 30 Kilometer entfernten Röttingen südlich von Würzburg, betrat mit einem Messer in der Hand eine kleine Bankfiliale und forderte Geld. Mit 2.500 Euro Beute fuhr er weiter nach Würzburg, stieg dort in den Zug und gab das Geld in den kommenden Tagen in Berlin und Hamburg aus ...

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