Natascha K. aus Österreich, wer das wohl sein mag?

Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Österreich gibt ein aktuelles Beispiel für eine Anonymisierung, die dem Betroffenen nicht hilft. In der Sache ging es darum, dass die Entscheidung des Urhebers, ob und mit welcher Bezeichnung das Werk zu versehen ist, nicht durch förmliche Erklärung erfolgen muss. Viel Interessanter ist die Bezeichnung des Urteils durch den Gerichtshof:

“Oberster Gerichtshof, Beschluss vom 20.4.2010 – 4 Ob 13/10f Natascha K”

Natascha K. Bereits der Name ohne weitere Angaben weckt gewisse Assoziationen. Über die rechtlichen Probleme der identifzierenden Berichterstattung in der Presse hatten wir bereits des öfteren berichtet, so unter anderem bezüglich der Sendung “Tatort Internet“, die in vielen Zuschauern und Internetusern den sportlichen Ehrgeiz weckten, die Betroffenen zu “enttarnen”.

Bei der Veröffentlichung von Gerichtsentscheidungen ist ebenfalls zwischen den Persönlichkeitsrechten der in einem Urteil genannten Personen und dem Interesse der Allgemeinheit, den wirklichen Namen zu kennen, abzuwägen, es gibt jedoch auch Unterschiede, die in dem besonderen Status der Rechtspflege begründet sind.

Aus dem weiteren Urteil lassen sich noch mehr Hinweise für eine Identifzierung der titelgebenden “Natascha K ...

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