LG Hamburg: Betreiber von Internetcafé haftet auf Unterlassung

Was genau ist passiert?Der Betreiber eines Internetcafés war von der Firma N. abgemahnt und zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung aufgefordert worden. Begründet wurde dies mit der Verletzung von Urheberrechten durch das widerrechtliche öffentliche Zugänglichmachen eines urheberrechtlich geschützten Films in Filesharing-Systemen im Internet. Tatsächlich war die IP-Adresse, unter welcher die Filmdatei öffentlich zugänglich gemacht wurde, zum maßgeblichen Zeitpunkt nachweislich dem Anschluss des Betreibers des Internetcafés zugewiesen. Die mit der Abmahnung gerügte Urheberrechtsverletzung wurde jedoch typischerweise nicht von ihm selbst begangen, sondern von einem seiner Kunden. Die Nutzungsrechte an dem Film hatte die Firma N. zuvor von der Filmherstellerin A. V. Productions Inc. erworben.

Der Abgemahnte verweigerte die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, da er sich zu Unrecht abgemahnt sah und verwies darauf, dass er als Betreiber eines Internetcafés schließlich keinen Einfluss darauf habe, was seine Kunden im Internet machen.

Die Firma N. beantragte daraufhin im Wege einer einstweiligen Verfügung, es dem Betreiber des Internetcafés zu verbieten, den besagten Film auf einem Computer zum Abruf durch andere Teilnehmer von Filesharing-Systemen bereitzustellen und damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wie hat das Landgericht Hamburg entschieden?In seinem Beschluss vom 25.11.2010 – Az ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK