AG Hannover: Mündliche Verhandlung in der Besenkammer

© tokamuwi / pixelio.de

„Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!“ pflegte meine leider viel zu früh verstorbene Mama immer zu sagen – heute war mal wieder ein solcher Tag, an dem sich dieser Spruch bewahrheitete!

Der Mandant war mit einem Sozialhilferückforderungsbescheid erschienen, es sah stark nach Verfristung aus; der vorher tätige Anwalt habe nicht genug getan, und einen selber träfe keine Schuld – ich war gewarnt. Deswegen liess ich mir auch mehr als nur eine Vollmacht im Original unterzeichnen, meine Mitarbeiterin notierte die Aushändigung der Beratungshilfeformulare, wir schickten diese auch vorsichtshalber per Post noch einmal hinterher – und bekamen sie nie wieder…

Die Sache selbst war völlig aussichtslos, der Mandant hatte – wie auch bei mir – bei seinem ehemaligen Anwalt keine der erforderlichen Informationen erteilt. Ich stellte ihm den Sachverhalt nach Lage der inzwischen angeforderten Akten dar und bat noch einmal um Übersendung der Beratungshilfeunterlagen – keine Reaktion.

Gut, bekommt er eben eine ordnungsgemässe Rechnung, und tatsächlich, dann meldete er sich telefonisch: Ich hätte ja nichts erreicht, dann müsse er auch nichts zahlen! Gut – oder nicht gut – gibt es eben ein Gerichtsverfahren um meine Kosten; und heute war mündliche Verhandlung vor dem AG Hannover.

Wer die Gerichtsgebäude der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit in Hannover kennt, der weiss: ein durchschnittlicher Ameisenhaufen ist ein übersichtliches Bauwerk im Vergleich zu diesem Sammelsurium an Gebäuden und Gebäudeteilen ...

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