Vorsitzender BGH-Richter bekam nur 20 € Stundenlohn und wechselte zur Dunklen Seite

Der Vorsitzende des gesellschaftsrechtlichen zweiten Zivilsenats des BGH, Wulf Goette, ist zum 01.10.2010 als Berater in die Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz eingetreten. Der Wechsel von der Richterschaft auf die Dunkle Seite kommt zwar ab und zu vor, weckt jedoch gerade bei finanziell bestens abgesicherten BGH-Vorsitzenden der Besoldungsgruppe R 8 (Grundgehalt 8271,18 €), welche in letzter Instanz weitreichende Entscheidungen in millionenschweren gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen treffen, bei manchen Beobachter keine positiven Gefühle. Goette selbst habe nach einem Bericht des Manager Magazins eingeräumt, noch während seiner Tätigkeit als Richter nach Bekanntgabe seiner frühzeitigen Pensionierung Angebote von Kanzleien erhalten zu haben. In diese Zeit fällt auch der Merckle-Kässbohrer-Fall, Berater von Merckle war Gleiss Lutz.

Aufhorchen lässt ist ein Kommentar Goettes zu der Tatsache, dass der BGH die Vortragstätigkeit von Richtern, eine weitere beliebte Einnahmequelle, eingeschränkt hat:

“Wenn Sie 100 Stunden in der Woche arbeiten, können Sie durchaus an einem Tag der Woche in Frankfurt sein und einen Vortrag halten, ohne Ihre Dienstpflichten zu verletzen ...

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